• Isabel Betts

Diesmal eine echte Rettungsaktion!

Als ich jung war, verschlang ich spannende Bücher über Leute, die Kinder in Kriegs-situationen retteten, und wünschte mir insgeheim, ich könnte das Gleiche tun. Während ich es in den letzten Jahren – in kleinem Rahmen – schon getan habe ~ mit der Hilfe vieler von euch ~ (tausend Dank!) hat Covid-19 unsere Arbeit ganz plötzlich auf ein neues Level befördert. Und jetzt darf ich mich bei einem "echten" Rettungseinsatz beteiligen.


Leider

hat Ugandas Regierung der Bevölkerung derart drastische Maßnahmen auferlegt, dass das Leid der bereits Armen enorm zugenommen hat. Die Regierung hat ihr Bestes versucht, Krankenwagen bereitzustellen, um die Kranken in Krankenhäuser zu bringen, nachdem alle öffentlichen und privaten Fahrzeuge auf den Straßen verboten waren (außer mit Sonder-Erlaubnis).

Sie haben versucht, den Menschen Nahrungsmitteln zu bringen.

Schließlich mussten alle nicht unbedingt nötigen Geschäfte schließen und die Leute wurden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Leider gibt es viele Risse im System und es funktioniert nicht wie geplant. Schon viele sind gestorben (aus Mangel an ärztlicher Behandlung) und eine Menge Leute nagen am Hungertuch.

Und in diese Situation kommt nun Praise.


Seitdem ich sie kennengelernt habe, hat mich die radikale Liebe angezogen, die sie bedürftigen Kindern (sowie Menschen jeden Alters) entgegenbringt. Sie streckt die Hand aus, auch wenn sie nichts hat. Wenn es unmöglich erscheint. DOCH


Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.


Ich möchte dies für Praise etwas umzuschreiben:

Liebe wird einen Weg finden.

Und genau das ist im letzten Monat passiert.


Praise gibt sich nicht leicht mit einem NEIN zufrieden.

Während dies in den letzten 8 Jahren manchmal zu Spannungen in unserer Beziehung geführt hat

~ ich bin da ganz ehrlich ~ 😃 hat ihre Hartnäckigkeit und Sturheit definitiv auch Vorteile.


Auf der einen Seite...

... genießen Praise, Moses und ihre Kinder tatsächlich die Sperre in ihrem schönen Zuhause. ... haben sie alle Lebensmittel, die sie brauchen (die einfachen ugandischen Grundnahrungsmittel von Maisbrei, Reis und Bohnen). ... genießen sie mehr Zeit miteinander als je zuvor. ... werden Beziehungen gestärkt. ... wird mehr denn je gebetet.


... ist ihr Familienleben harmonisch. Es ist eine wirklich positive Zeit, seitdem sie den anfänglichen Schock überwunden haben. Einige Kinder lernen neue Fähigkeiten. Andere spielen mit den Kleinkindern - die 6 unter 4-Jährigen. Die großen Jungs haben die Initiative ergriffen, einen Hühnerstall zu bauen, und wollen nun mit den wenigen Hühner züchten, die auf dem Grundstück bislang frei herumliefen.


Warum wollen sie Hühner züchten?


Damit die Familie alle zwei Wochen ein Huhn essen kann! Die Kinder, die in dem Dorf wohnen, in dem sich die Schule befindet, werden ebenfalls gut betreut und können an den meisten Tagen sogar auf unseren Feldern arbeiten.

Auf der anderen Seite...

... kann es Praise nicht ertragen, zu Hause zu bleiben, wenn sie weiß, dass so viele Menschen um sie leiden. Was hat sie also unternommen? * Sie hat das Fahrrad der Kinder ausgeliehen für eine 20 km lange Tour, um einige Orte zu besuchen. * Sie ist zwei Stunden in die andere Richtung gelaufen, um weitere Orte zu besuchen. * Sie hat einige sehr kranke Menschen mit dem Auto ins Krankenhaus gebracht obwohl dies nicht erlaubt ist (Gott sei Dank ließen die Soldaten sie passieren, ohne das Auto zu beschlagnahmen!) * Sie hat ihre schwangeren Freundinnen nacheinander abgeholt und dorthin mitgenommen, wo sie hin wollte, sobald die Regierung erlaubte, schwangere Frauen in Privatfahrzeugen zu transportieren. * Sie hat vertrauenswürdige Freunde in Slums und anderen verarmten Gebieten kontaktiert, um herauszufinden, wie die Situation dort aussieht.


Das Ergebnis:

Es sieht überhaupt nicht gut aus. 😱😰

Offiziell ist es nicht erlaubt, Lebensmittel zu verteilen.


ABER


Mit einer raffinierten - aber legalen - Strategie, durch die man Lebensmittel an die Hungernden bringt, ernähren wir jetzt Hunderte von bedürftigen Familien in acht verschiedenen Gebieten Ugandas. Und das mit äußerster Integrität und Effizienz.

Allein am vergangenen Samstag wurden über 600kg Lebensmittel für Bedürftige bereitgestellt.


an die, die für unseren Covid-19-Hilfsfonds gespendet haben! 100% der Spenden (abzüglich Bearbeitungs- und Bankgebühren) gehen DIREKT an die Bedürftigsten. Was für eine hervorragende Möglichkeit, zu helfen! Ich fühle mich privilegiert, bei dieser Rettungsaktion mitmachen zu dürfen!


Es ist schon erschütternd, wenn man...

* ... eine alleinerziehende Mutter von 8 Kindern - plus 2 Enkelkindern - trifft, die seit der Sperrung in ihrem winzigen gemieteten Zimmer kauern, und die Kinder vor Hunger weinen. (Sie hatte vorher ein kleines Unternehmen, um die Familie zu ernähren) * ... eine Großmutter vorfindet, die sich um 7 Enkelkinder kümmert. Seit 2 Tagen haben sie nicht gekocht... * ...eine andere Großmutter beobachtet, wie sie auflebt, nachdem sie endlich etwas Brei in ihren Körper bekommen hat und flüstert: "Ich war am Verhungern …" * ... ein ganzes Slumgebiet in einem Niemandsland erlebt, das völlig hoffnungslos und ohne Nahrung ist.

AUTSCH!

Praise riskiert ihre Gesundheit und Sicherheit, um zu helfen. Einmal musste sie auf Nebenwegen heimlich nach Hause eilen, da der Ausflug länger als erwartet gedauert hatte (insgesamt mehr als 5 Stunden zu Fuß) und sie und Moses vor der Ausgangssperre nicht zu Hause sein konnten. Ja, Moses ist auch ein wichtiger Teil der Geschichte. An den meisten Tagen bleibt er jedoch zu Hause bei den Kindern.


Aber kann es etwas Befriedigenderes geben, als den verzweifeltsten Menschen etwas Liebe, Hoffnung und Erleichterung bringen zu dürfen?!

Nein, wir können keine Fotos von Lebensmitteln zeigen, die verteilt werden. Aber vertrau mir, es passiert. Schhhhhh ...


Die größten Nutznießer sind alleinerziehende Mütter mit Kindern, aber auch andere erhalten Hilfe, wie dieser Mann, der mit 5 anderen Männern in diesem Schuppen lebt.


Sowie viele ältere Menschen. Wir können keine Fotos oder Videos der dankbaren Menschen zeigen


- mit ihren Tränen -


wenn sie Nahrungsmittel erhalten. Aber das ist Okay. Dies ist der Vorteil der engen Zusammenarbeit mit Menschen, denen man voll vertrauen kann und die aufopfernd alles geben, was sie können, aus ihrer eigenen Tasche - sei dieses Praise, Moses oder ihre Kontakte vor Ort. GENIAL!


Herr, erbarme dich unseres Planeten und befreie uns von diesem Virus!

(ursprünglich geschrieben am 27. April 2020 in meinem Blog)

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