• Isabel Betts

Der Spieß ist umgedreht!

Es war die dunkelste Stunde in Praises jungem Leben. Ihre geliebte Großmutter, die sie größtenteils großgezogen hatte, war gestorben. Alle ca. 25 Kinder bzw. Jugendliche, von denen die meisten durch AIDS verwaist waren, wurden aus dem kleinen Zimmer vertrieben, das sie mit ihrer Großmutter geteilt hatten.


Was jetzt? Wohin jetzt?

Praises Welt war zusammengebrochen. Sie war verzweifelt. Ihr Kummer war unerträglich. Und Hoffnungslosigkeit verschlang sie.

Was würde aus ihr werden?

Ihre letzten 14 Jahre auf dieser Erde - in einem der Slums von Kampala - waren nicht gerade ein Rosenbeet gewesen (es sei denn, du schaust nur auf die Dornen).

Aber wenigstens hatte sie nachts ein Obdach gehabt.

Ja, Körper waren wie Sardinen zusammengequetscht. Jeder Quadratzentimeter der bescheidenen Unterkunft war bedeckt. Aber wenigstens waren sie in Sicherheit. Praise war erst kürzlich Jesus begegnet und einer Kirchengemeinde beigetreten. Also, erster Hafenanlauf? Die Kirchengemeinde - natürlich. Sie begann, dort zusammen mit mehreren anderen heimatlosen jungen Menschen zu schlafen. Und wenn es was zu Essen gab, hat sie dort auch gegessen. Aber oft gab es nichts. Der Hunger war ein alter - nur allzu vertrauter - Begleiter. 😞 Als Musikliebhaberin hatte sich Praise dem Anbetungsteam ihrer Gemeinde angeschlossen. Die Leiterin des Anbetungsteams und ihr Ehemann, einer der Pastoren, hatten ein offenes Zuhause. Sie trafen sich dort oft, sangen und beteten, oft die ganze Nacht, und (manchmal) haben sie auch dort gegessen, wenn sie was zu Essen hatten. In der Regel flüssiger Maisbrei.

Andere Male musste lediglich heißes Wasser herhalten, um den unerbittlichen Hunger etwas zu lindern.

Das Leben war für dieses Paar nicht einfach, aber sie teilten das Wenige, das sie hatten.

Eines Abends fragte Praise, ob sie bei ihnen zu Hause bleiben könne, da sie in der Kirche friere. (Ja, ob du es glaubst oder nicht, es kann kalt werden, besonders nachts - sogar in Afrika!) Und das war der Beginn ihres Aufenthalts bei diesem jungen Paar.

"Wir hatten 6 Jugendliche aus der Gemeinde. Sie wurden einfach an uns weitergeleitet. 'Geh zu Pastor Brutus', hieß es. Ich machte mir so um die jungen Mädchen Sorgen, weil dies ein Slumgebiet ist mit Drogenabhängigen. Sie lagen mir so sehr am Herzen, weil ich nicht wollte, dass sie vergewaltigt werden. So sagte ich immer ja, lasst sie hierher kommen. Zumindest sind sie gut geschützt, auch wenn wir nichts zu essen haben. " - Edith -

Sie waren wie eine Familie, hatten tolle Zeiten zusammen und es machte ihnen kaum was aus, wenn sie an den Tagen, an denen es kein Essen gab, hungrig schlafen gehen mussten – alle miteinander.

Aber sie hatten Gott, Liebe und einander.


Von diesem Zuhause aus würde Praise bald ihren Dienst unter Straßenkindern beginnen. Sie brachte die Kinder am Anfang zu Pastor Brutus und seiner Frau und bat, dass sie dort anstelle von ihr schlafen dürften, während sie anbot, wieder zurück in die kalte Kirche zu gehen, um dort zu schlafen.


Sie begann auch, anderen Kindern heimlich durchs Hinterfenster Essen zu geben.



Aber das ist eine Geschichte für sich. Interessanterweise hat sich Praise von allen anderen Jugendlichen, denen das Ehepaar geholfen hat, unterschieden (hat Edith mir gesagt). Neugierig wie? Sie liebte Jesus so leidenschaftlich!


Und sie interessierte sich nicht für die typischen jugendlichen Vergnügungen, denen ihre Freunde und Freundinnen nachgingen.

Aber jetzt sind wir im März / April 2020. Covid-19 plagt die gesamte Welt.

Ups, nein, lass mich zuerst kurz zurückspulen. Während dieser harten Tage, in denen Praise ständig ums Überleben kämpfte, beobachtete sie, wie ihre Geschwister / Cousins ​​verschiedene beschämende Aktivitäten ausübten, um zu überleben. Sie wollte aber nichts davon wissen und hielt sich ganz fest an Gott. Dabei hörte sie einmal sein Flüstern:

„Was du durchmachst, ist vorübergehend. Es wird dir eines Tages besser gehen und du wirst anderen eine große Hilfe sein.“

Hör dir doch mal dieses geniale Lied an, das Praise vor einigen Jahren über ihre Geschichte geschrieben hat, wenn du dies besser verstehen möchtest.



Also zurück zur Gegenwart.

Da Covid-19 in Uganda eine äußerst strenge Sperrung mit sich gebracht hat, kämpfen viele Menschen ums Überleben. Pastor Brutus und seine Frau leben immer noch in demselben einfachen Miethaus im selben Slum. (Sie träumen davon, eines Tages ihr eigenes Zuhause zu haben). Ich habe sie kürzlich besucht und siehe da, sie haben nicht aufgehört, sich notleidender Kinder anzunehmen.

19 Jahre später hat sich nicht viel geändert. Hier ist ein Kleiner, den sie vor kurzem aufgenommen haben. Er war verlassen und am Verhungern.

Ediths kleines Schneiderei-Geschäft leidet seitdem, da er so viel Fürsorge und Aufmerksamkeit benötigt, aber sie geht demütig und freudig ihren Weg und vertraut Gott für alle ihre Bedürfnisse.

Seit der Sperrung mussten alle nicht wesentlichen Geschäfte schließen. Viele Familien in ihrer Umgebung waren sofort in großer Not. Stell dir vor, dass du jeden Tag von der Hand in den Mund lebst, ohne Reserven, ohne Kühlschrank und ohne Einkommen. Und jetzt du sollst zu Hause bleiben.

Das Herz von Pastor Brutus war zutiefst besorgt für sein Ghetto.

Er rief Gott um Hilfe an. Er hatte keine Ahnung, wie Gott antworten würde.

Dann, völlig unerwartet für ihn durch die Großzügigkeit einiger Freunde (siehe meinen letzten Beitrag), war Praise in der Lage, Gelder an ihn weiterzugeben, um die am stärksten betroffenen Menschen mit dringend benötigten Nahrungsmitteln zu versorgen. Auch seiner Familie wurde geholfen, da es für einen Pastor nicht einfach ist, zu überleben, wenn die Gemeinde geschlossen wird - zumindest in Uganda. Gott benutzt ihn jetzt MÄCHTIG, um das Leiden von VIELEN zu lindern und er ist ÜBERGLÜCKLICH! Na, was sagt ihr dazu, meine Freunde?!

Gott hört den Schrei der Verzweifelten.

Er ersetzt, was durch die Ungerechtigkeit des Lebens gestohlen wurde. Aber nicht nur das. Wenn er eingreift, stellt er nicht nur das wieder her, was verloren gegangen war - sondern es gibt vielfältig zurück - mit 'Zinsen'! 😀 Im letzten Monat durfte Praise - in Partnerschaft mit uns - 8 leidende Armenviertel erreichen! Das, in dem sie aufgewachsen ist. Und 7 andere. Schätzungsweise 2.500 Menschen (500 Familien) haben Lebensmittel erhalten. Und jeden Tag werden es mehr.


Viele bekommen regelmäßig Nahrungsmittel - je nach Bedarf.


Durch dieses junge Mädchen, das einmal selbst dringend Hilfe brauchte. Für Praise – und für Pastor Brutus - ist jetzt der Spieß umgedreht, und VIELE profitieren davon! SOWAS kann GOTT tun! Gedulde dich doch, wenn du dich gerade in einer schwierigen Situation befindest. Der Spieß kann sich jederzeit umdrehen.

Halte dich geduldig an Gott fest!

Und a propos der Bedürftigen, in deren Überleben oder Schul-Ausbildung wir heute investieren?

Unterschätze niemals, was deine Liebe und Opfer erreichen können!

Du denkst vielleicht, dass du einem bedürftigen Kind hilfst. Und das stimmt schon.

Aber eines Tages könnte dieses Kind DIR helfen. Auf unerwartete Weise. Und möglicherweise nicht nur dir - sondern VIELEN Menschen! ... VIELLEICHT... ? Ich glaube, dass viele von denen, die jetzt Hilfe empfangen, zum großen Segen werden für andere. Ich hab da schon einen Vorgeschmack davon...

Ehrlich gesagt sind meine Augen jetzt "undicht" geworden ...


Ich bin in Ehrfurcht vor Gottes Liebe, Macht und Fürsorge.

Er hört NIE auf, mich zu überraschen!


Beitrag ursprünglich geschrieben am 1. Mai 2020 auf meinem Blog

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